Dr. Dirk Spenner, geschäftsführender Gesellschafter der Spenner Gruppe, ist am 5. Mai 2026 zum neuen Präsidenten des Vereins Deutscher Zementwerke e. V. (VDZ) gewählt worden. Er folgt auf Christian Knell von Heidelberg Materials, der das Amt neun Jahre lang ausgeübt hat.
„Ich freue mich auf meine neue Aufgabe“, erklärt Dirk Spenner. „Mein Vorgänger Christian Knell übergibt mir einen VDZ, der sehr gut aufgestellt ist, vor allen Dingen, wenn es darum geht, die Transformation zu einer klimaneutralen Zementherstellung aktiv mitzugestalten.“
Der Verband habe viel Vorarbeit geleistet und soll auch in den kommenden Jahren Teil der Lösung sein: „Es wird darauf ankommen, eine ausgewogene Balance zwischen nachhaltiger Produktion einerseits und wettbewerbsfähigen Rahmenbedingungen andererseits zu erhalten.“ Zugleich wirbt der neue Präsident für mehr Elan und Pragmatismus in der politischen Umsetzung: „Wir neigen in unserem Land oft dazu, alles bis ins Kleinste regeln und es allen recht machen zu wollen. Das führt aber dazu, dass sich zu wenig bewegt und der Gestaltungsspielraum eng bleibt.“
Mit Blick auf die wirtschaftliche Lage der Branche setzt Dirk Spenner auf eine Erholung der Baukonjunktur, denn trotz des gesunkenen Zementabsatzes sei der Bedarf an Wohnraum und Infrastruktur weiterhin hoch: „Wir setzen darauf, dass die Infrastrukturmaßnahmen der Regierung greifen und die Mittel nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern genutzt werden.“ Der VDZ wolle auch künftig ein verlässlicher Ansprechpartner der Politik sein, um gemeinsam an „guten und effizienten Lösungen zu arbeiten, die das Bauen schneller, einfacher und preiswerter machen.“
Der Verein Deutscher Zementwerke e. V. (VDZ)
Der VDZ wurde vor fast 150 Jahren gegründet und umfasst heute rund 20 deutsche Zementhersteller mit etwa 50 Standorten. Der Verband beschäftigt an seinem Hauptsitz in Düsseldorf über 200 Mitarbeitende und gilt als international anerkanntes Kompetenzzentrum für die gesamte Wertschöpfungskette Zement und Beton.