Station: Klinkerproduktion

Rohmehlmahlung

In der Rohmehlmahlanlage wird der am Brecher vorzerkleinerte Kalksteinmergel in einer Kugelmühle zu feinem Rohmehl vermahlen.

Indem wir die heißen Abgase aus dem Ofen für die Trocknung und den Transport des Rohmaterials verwenden, nutzen wir hier sehr effizient die vorhandene Abwärme. Anschließend wird der Mehlstaub in Elektrofiltern vom Gasstrom getrennt und über Becherwerke und Luftrinnen in Vorratssilos transportiert und eingelagert.

Klinkerproduktion

Über eine Rotordosierwaage wird das Rohmehl dem Wärmetauscherturm zugeführt. Hier durchläuft es 5 Zyklonstufen und wird auf 880°C aufgeheizt. Der Calcinator dient hierbei als Brennkammer für die Brennstoffe.

Das erhitzte Rohmehl gelangt in den Drehofen, wo es durch die Rotation des um 3° geneigten Drehrohrs zum Hauptbrenner gefördert wird. Im Bereich des Hauptbrenners erreicht das Rohmehl eine Temperatur von 1450°C und sintert zu Zementklinker. Dabei erhält der Zementklinker seine spezifischen Eigenschaften.

Der heiße Zementklinker fällt danach in den Klinkerkühler und wird durch das Einblasen von Kühlluft auf ca. 160°C abgekühlt. Der Klinker gelangt über Transportbänder in Silos. Dort wird er für die anschließende Zementmahlung zwischengelagert.

Technische Details

Rohmühle / Elektrofilter

Baujahr
1980

Rohmehlproduktion
210 to/h

Antriebsleistung
2.500 KW

Filterfläche
14.000 m²

Spannung
bis 60.000 V

Rohmehllagerung
14.000 to

Drehofen

Baujahr / Umbau
1980 / 2007 / 2020

Klinkerproduktion
bis 2.850 to/d

Drehofen
4 x 40 m

Brennstoffe
40 % BKS  60 % ABS

Klinkerkühler/Luftmenge
250.000 m³/h

Klinkersilo
50.000 to

Unser Beitrag zum Umweltschutz

Unsere Drehofenanlage wird fortlaufend modernisiert und auf dem neusten Stand der Technik gehalten. Durch den Einsatz von einem Elektro- und Gewebefilter werden die Staubemissionen wesentlich gemindert.

Die Eindüsung von Ammoniakwasser, ähnlich dem AdBlue Verfahren, mindert die bei dem Brennprozess entstehenden Stickoxide. Der Einsatz alternativer Brennstoffe spart jährlich bis zu 44.000 t CO2 ein. Durch den verstärkten Einsatz weiterer biogener Brennstoffe und sekundärer Rohmehlersatzstoffe werden wir unsere CO2– Emissionen zukünftig weiter reduzieren.