Aus der Abteilung Zementmahlung – die größte und modernste der fünf betriebenen Zementmühlen
Zementmühlen zermahlen den im Drehrohrofen gebrannten Zementklinker zusammen mit anderen Zusatzstoffen wie z.B. Gips, Anhydrit oder Hüttensand zu verschiedenen Zementsorten. Die Zusatzstoffe verleihen dem Zement verschiedene Eigenschaften, wie z.B. Erstarrungsgeschwindigkeiten. Sowohl die Zusammensetzung als auch die Feinheit des Zements bestimmen die Qualität und damit auch die daraus resultierenden Eigenschaften des Nachfolgeprodukts Beton.
Bei der Zementmühle 11 handelt es sich um eine Kugelmühle. Eine Kugelmühle gehört zur Gruppe der Freifallmühlen, die mit Mahlkörpern, in diesem Fall Stahlkugeln, gefüllt sind. Die Zerkleinerung des Klinkers und der Zusatzstoffe erfolgt durch frei im Mahlraum bewegliche Mahlkörper. Die Zementmühle 11 besitzt zwei Mahlkammern, welche mit einer durchlässigen Übertragswand voneinander getrennt sind. Beide Kammern unterscheiden sich in der Größe der enthaltenen Mahlkugeln (Ø17-90mm). Durch die Verwendung eines Zwei-Kammer-Systems wird eine höhere Produktfeinheit erzielt, was sich positiv auf die Qualität des Zementes auswirkt.
Die Zementmühle wird kontinuierlich mit Mahlgut befüllt und von Luft durchströmt. Durch die ständige Drehung der Mühle wird die Mühlenfüllung, also Mahlkörper und Mahlgut, beschleunigt und unter Einfluss von Flieh- und Schwerkraft bearbeitet. Prall-, Schlag- und Reibkräfte zerkleinern das Mahlgut dabei immer weiter. Das Mahlgut wandert mithilfe des Luftstroms durch die Kammern und wird am Ende ausgetragen.
Nach Durchlauf beider Kammern wird das Mahlgut einer sogenannten Sichteranlage zugeführt. An dieser Anlage wird die gewünschte Feinheit des Zements eingestellt. Der Sichter separiert grobe und feine Partikel. Grobe Partikel werden dem Mahlprozess wieder zugeführt. Partikel mit der passenden Feinheit werden dem Mahlprozess entnommen und in Siloanlagen überführt.

